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Παρασκευή 6 Σεπτεμβρίου 2019

Unser Vater unter den Heiligen Moses der Äthiopier

 
 
Moses war Äthiopier und Sklave eines hohen Staatsbeamten in Ägypten. Er viel vor allem durch seinen sehr schwierigen Charakter und Gewalttätigkeit auf. Nach mehreren Vorfällen, inklusive Raub und Mord, vertrieb ihn sein Herr aus dem Hause. Jetzt lebte Moses von Diebstahl und wurde wegen seiner außergewöhnlichen körperlichen Stärke bald darauf der Hauptmann einer Räuberbande. Moses war ebenfalls sehr sportlich: Man erzählt, dass er einmal den Nil sogar bei Hochwasser durchschwommen habe, um einem Hirten die Schaffelle zu stehlen. Er liebte Unzucht, maßloses Essen und Trinken und terrorisierte mit seinen Leuten die ganze Gegend.bis zu seiner Bekehrung. Wie es dazu kam ist nicht genau bekannt, sei es dass, er sich in einem Kloster vor den Ordnungshütern verstecken musste, dass er die Mönche ausrauben wollte oder dass er sich in einer tiefen Lebenskrise befand. In jedem Fall traf ihn der Ruf Gottes in mitten einer Lebenskrise. Anfangs waren die Mönche von seiner Aufrichtigkeit nicht sonderlich überzeugt, schickten ihn aber auch nicht fort. Nach einer Zeit der Einführung ins Christentum (Katechumenat) taufte ihn Makarius der Große.
Später wurde er Schüler von Abbas Isidor (AP 495). Dieser führte ihn in die Disziplin der Mönche ein und lehrte ihn, seine körperlichen Bedürfnisse durch Enthaltsamkeit und nächtliches Gebet zu meistern. Mit diesen Anleitungen widerstand Moses immer wieder den zahlreichen, heftigen Versuchungen, alles aufzugeben und in sein altes Leben zurückzukehren.
Das Paterikon (= Apophthegmata Patrum oder Weisung der Väter) beschreibt dies so: Als Moses einmal aus dem Kloster floh und zu Abbas Isidor lief, weil er wieder einmal zur Unkeuschheit versucht wurde, zeigte dieser seinem Schüler viele Dämonen in der westlichen Wüste und die größere Zahl der Engel im Osten, das heißt über dem Nil, ein Symbol des Lebens, ihm dies so erklärend: „Siehe diese sind den Heiligen vom Herrn zur Hilfe gesandt. Die im Westen, das sind die, die gegen sie Krieg führen. Mehr aber sind die auf unserer Seite.“ (vergl. 2.Kö 6,16 / AP 495). Die westliche Wüste ist im alten Ägypten die Himmelsrichtung der Friedhöfe, des Todes und des Chaos. Eine andere Begebenheit: Es wird erzählt, um zu stehlen stiegen eines Nachts vier Räuber in seine Zelle ein, was Moses sich absolut nicht gefallen ließ. So entfesselte sich eine wilde Schlägerei, an deren Ende Moses die Einbrecher band, in die Kirche zu den Mönchen brachte, fragend, was er denn mit jenen machen solle. Denn er war sehr über sich und seinen Gewaltausbruch erschrocken. Die Mönche erklärten, die Gefangenen müssen frei gelassen werden. Als die Räuber aber ihren ehemaligen Hauptmann sahen, entschlossen sie sich, im Kloster zu bleiben. Später überzeugte Moses den größten Teil seiner ehemaligen Bandenmitglieder, die Räuberei zu lassen und Christus nachzufolgen.

Icon von hier

Nachts pflegte Moses den Brüdern, besonders den Älteren, Wasser aus einem Brunnen zu den Zellen zu bringen (AP 244). Dabei schlug ihn eines Nachts der Widersacher mit einem Schlag auf den Rücken, möglicherweise war es eine Entzündung. Dabei stürzte Moses in den Brunnen und wurde erst am Morgen gefunden. Nach einem Jahr der Zeit im Bett, entschied er sich nun definitiv als Mönch im Kloster zu bleiben. Die Schrift aber sagt: „Und als alle Versuchung vollendet war, wich der Teufel eine Zeitlang von Ihm.“ ( Lk.4,13) Die Kraft Gottes ließ ihn aber immer wieder die Versuchungen besiegen, die Moses dennoch fast sein ganzes Leben lang begleiteten. Er wohnte wahrscheinlich im Kloster al-Baramus im Wadi Natrun oder in dessen Nähe. Zeitweise zog er sich jedenfalls als Einsiedler in die Wüste zurück (AP 475).
Im Laufe der Jahre stieg sein Ansehen nicht nur bei den Brüdern sondern auch in der Welt.
Eines Tages kam der Gouverneur in die Wüste, um Vater Moses kennen zu lernen: Moses hörte davon und floh. Auf der Straße fragte der Statthalter einen Mönch nach dem Weg zu dessen Zelle. Dieser fragte was der Beamte denn von Moses wolle und beschimpfte diesen einen Narren. Im Kloster angekommen berichtete der Gouverneur davon und die Brüder fragten wie der Mönch denn ausgesehen habe. „Ein Greis, in altem Gewand, von hohem Wuchs und dunkelhäutig.“ Da sagten sie: „ Das war der Abbas Moses, und weil er nicht mit euch zusammentreffen wollte, hat er das zu euch gesagt.“ ( AP 502)
Als Moses zum Diakon geweiht wurde und der Patriarch ihm das Orarion (Diakonsstola) anlegte, sprach er zu Ihm: „Siehe nun bist du ganz weiß geworden, Vater Moses!“ Er aber antwortete demütig: „ Ja das Äußere schon, Papa! - aber das Innere!?“ Danach geschah es, dass Moses von den Geistlichen aus rassistischen Motiven aus dem Altarraum gewiesen wurde. (Das Paterikon behauptet es geschah nur, um ihn auf die Probe zu stellen.) Dieser ließ es über sich ergehen. Angefragt von einem Mitbruder antwortet er: „Ja, ich war Aufgeregt, aber ich verstand mich nicht zum reden.“ (vergl. Ps. 76,5 LXX / AP 497) Ein anderes Mal sagte er zu sich selbst: „Sie haben dir recht getan, du mit deinem aschenfarbigen Gesicht. Du Mohr! Nachdem du kein Mensch bist, was gehst du unter Die Menschen!“ Diese demütige Haltung ermutigte den Patriarchen, ihn im Alter von sechzig Jahren auch zum Priester zu weihen. Eine in der damaligen Zeit seltene Ehre unter den Mönchen.
Moses wurde schließlich Leiter einer Gruppe von etwa siebzig Mönchen nach der Größe seiner früheren Räuberbande.
Im Jahr 407 vielen die Maziken, ein Berberstamm aus der lybischen Wüste, in Ägypten ein. Viele Mönche flohen und rieten auch Vater Moses zur Flucht. Er aber blieb, dachte an das Wort des Herrn an Petrus und sagte: „So viele Jahre warte ich auf diesen Tag, damit sich das Wort des Herren Christus erfüllt, der sagt: Alle, die zum Schwert greifen, kommen durch das Schwert um.“ (Mt. 26,25) Als nun seine Brüder bei ihm bleiben wollten, forderte er seinerseits sie auf fortzugehen. Am Ende blieb er mit sieben Freiwilligen, wurde überfallen und getötet. Einer der Mönche jedoch bekam zu große Angst, versteckte sich unter einem Seil und überlebte. Er sah sieben Kronen herabkommen und die Märtyrer-Mönche krönen. (AP 504). Der ehemalige Gewalttäter beendete sein Leben bewusst als Zeuge der Gewaltlosigkeit.
Seine Reliquien ruhen heute in der Marienkirche des Kloster al-Baramus im Wadi Natron.
St. Moses, der erste bekannte schwarzafrikanische Heilige, war ein Mensch der sich seiner eigenen Sünden und Fehler (und seiner kriminellen Vergangenheit) immer bewusst war und daher auch selber seinen Nächsten nicht verurteilen mochte. (AP 494) Als Seelsorger engagierte er sich nicht nur bei der Betreuung der Mönche, sondern verkündete Straftätern das Evangelium, führte sie zum Reich Gottes und versöhnte sie wieder mit der Gesellschaft, indem er ihnen eine neue Glaubens- und Lebensperspektive im Kloster gab.
Dieser besondere Weg zu Gott hat bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt, wie es uns zum Beispiel die Autobiographie von Dan Siluan „Gott hinter Gittern“ zeigt. (Auch wenn Vater Siluan den Wüstenvater in seinem Buch mit keinem Wort erwähnt.)
Die Parallelität zwischen Abba Moses Biographie einerseits und der Geschichte und den Schwierigkeiten der schwarzen Bevölkerung der USA anderseits liegt offen auf der Hand. Daher ist St. Moses Patron und Vorbild einer orthodoxen Bruderschaft in US-Bundesstaat Michigan und eines römisch-katholischen Prämonstratenser-Priorates in Raymond / Mississippi.
Bearbeitet von Markus Hilker unter Verwendung von www.oca.org & www.orthodoxwiki.org/Moses_the_Black & www.touregypt.net/featurestories/baramus.htm & Apophthegmata Patrum. Weisung der Väter Trier 2005.
 
Heiliger Vater Moses
bitte Gott für uns!
 
Troparion 1. Ton:
Als Bürger der Wüste und Engel im Leibe bist Du zum Wundertäter geworden, gottragender Moses. Durch Fasten, Wachen und Beten empfingst Du himmlische Gaben, die Kranken und die Seelen, die voll Glauben zu dir kamen, hast du geheilt. Ehre sei dem, der dir Kraft gab. Ehre dem, der dich krönte. Ehre dem, der durch dich allen Heilung bewirkt. 
Kontakion 4. Ton:
Da du den schwarzen Dämonen ins Antlitz geschlagen, und in ihre Gesichter gespuckt, erstrahltest du geistlich wie die helle Sonne durch das Licht deines Lebens, indem du durch deine Lehre unsere Seelen unterweisest.
 
Quelle: Minīa Měsjac´´ August´´ (= slav. Minäen für den Monat August), Kiev 1893, Reprint 1996, S.531, eigene Übersetzung & Liturgikon-»Messbuch« der byzantinischen Kirche (Ed. Neophytos Edelby), Recklinghausen 1967, S.989
 
Du kannst sehen:

Die Zukunft der Orthodoxie in Afrika
Afrikanische Heilige
Orthodox Ethiopia  

St Moses the Black, a Patron Saint of Non-Violence
 

Die heiligen Märtyrerinnen Perpetua und Felicitas

 

Die heiligen Perpetua und Felicitas gehören zu den ersten Märtyrinnen, deren Schicksal uns durch zuverlässige Zeitdokumente überliefert ist. Nach heute noch erhaltenen, frühchristlichen Augenzeugenberichten wurden Perpetua und ihre Sklavin Felicitas im Jahre 203 im nordafrikanischen Karthago verhaftet und zum Tode verurteilt, weil sie sich auf die Taufe vorbereiteten und ihrem christlichen Glauben nicht abschwören wollten.

Perpetua stammte aus vornehmem Hause, war etwa 22 Jahre alt, klassisch gebildet, verheiratet und hatte einen Sohn im Säuglingsalter. Sie wurde, ebenso wie ihre Sklavin Felicitas, als Katechumena, das heißt, als Taufbewerberin verhaftet und erst während der Zeit ihrer Haft getauft. Mit Ihnen zusammen waren auch die schon getauften Christen Revocatus, Saturninus und Secundulus gefangengesetzt worden. Unter diesen hatte sich Saturnius, als Lehrer der Katechumenen, freiwillig gestellt. Anlässlich der Zirkusspiele zur Feier des 14. Geburtstages von Geta, des Sohnes des römischen Kaisers Septimius Severus, sollten die verhafteten Christen zusammen im Amphitheater von Kartago durch wilde Stiere getötet werden. Secundulus blieb die Arena erspart, denn er starb schon während der Haft. Da jedoch Perpetua die Angriffe durch die wilden Büffel überlebte, wurde sie anschließend erdolcht.

Über ihr Martyrium am 7. März 203 berichtet eine der frühesten christlichen Schriften in lateinischer Sprache, die bald nach den Ereignissen verfasst wurde, die Passio Sanctarum Perpetuae et Felicitatis („Leidensgeschichte der Heiligen Perpetua und Felicitas“). Diese besteht zum großen Teil aus den Aufzeichnungen der Märtyrerin Perpetua während der Zeit ihrer Haft. Ein unbekannter Christ hat zu diesen Aufzeichnungen eine Einleitung verfasst und sie um eine Beschreibung des eigentlichen Martyriums ergänzt. 

Bei den Aufzeichnungen der Perpetua handelt es sich um das einzige erhaltene, freilich kurze, Tagebuch einer christlichen Frau und Martyrerin aus der Zeit der Spätantike. Als beispielhafte Heilige, die standhaft das Martyrium erlitten hatten, wurden Perpetua und Felicitas schon rasch im ganzen lateinischen Westen hoch verehrt. Deshalb wurde ihr Gedächnis auch dauerhaft in die altrömische Form der göttlichen Liturgie aufgenommen. Im orthodoxen Osten wird der beiden heiligen Märtyrerinnen am 01. Februar und am 24. März gedacht.

Du kannst sehen:

Ηymn to the African Saints
 

Die Orthodoxe Kirche auf Madagaskar



Orthodoxe Kirchengemeinden Balinger und Albstadt

Madagaskar ist mit etwa 21 Millionen Einwohnern und einer Fläche von ca. 590.000 Quadratkilometern der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt vor der Küste Ostafrikas im Indischen Ozean. Der christliche Glaube verbreitete sich nur zögerlich unter der Bevölkerung Madagaskars. Noch heute hängen mehr als die Hälfte der Bevölkerung heidnisch-animistischen Kulten an. 41% sind Christen, wobei 23% Katholiken und 18% Protestanten sind. Aber heute bekennen sich auch ca. 18. 000 Gläubige zur orthodoxen Kirche.

Wie in viele afrikanische Länder kam der orthodoxe Glaube durch griechische Händler auf die Insel. Im Jahre 1953 wurde in der damaligen französischen Kolonie von griechischen Ansiedlern die erste orthodoxe Kirche erbaut. Als im Jahre 1972 eine sozialistisch orientierte Militärdiktatur an die Macht kam, wurden mit den übrigen Ausländern auch die meisten Griechen und ihr Gemeindepriester des Landes verwiesen.

Im Jahre 1994 kam dann der Mönchspriester Nektarios (Kellis) auf die Insel. Vater Nektarios wurde als Sohn griechischer Einwanderer in Australien geboren. Mit ihm begann die orthodoxe Mission unter der einheimischen Bevölkerung. Schon nach 5 Jahre gab es mehr als 12.000 orthodoxe Christen und Katechumenen auf Madagaskar. In der Hauptstadt Antananarivo wurden neben der orthodoxen Kathedrale zum Entschlafen der allheiligen Gottesgebärerin die Gebäude der Eparchialverwaltung und ein Waisenhaus für mehrere hundert Waisenkinder errichtet. Im Jahr 1995 gab es auf Madagaskar 63 orthodoxe Pfarreien an denen 12 einheimische Priester ihren Dienst versahen. Im gleichen Jahr erkannte die Regierung die orthodoxe Kirche auf Madagaskar offiziell an. 



Im September 1997 wurde mit dem Segen seiner Heiligkeit, Patriarch Petros III. von Alexandrien und ganz Afrika Vater Nektarios zum ersten Bischof der neuen Diözese von Madagaskar geweiht. Vorher hatten die orthodoxen Gemeinden der Insel zur Metropolie von Zimbabwe gehört. Verschieden Orte und Siedlungen auf Madagaskar haben heute große orthodoxe Gemeinden, einige sind sogar vollzählig orthodox geworden. Dort betreibt die orthodoxe Kirche auch sieben Schulen mit mehren hundert Schülern und ein Klinikum in kirchlicher Trägerschaft. Im Ort Ambovandramanesi ist die Gründung eines Nonnenklosters geplant, denn mit Mutter Christodula wurde inzwischen die erste einheimische orthodoxe Nonne geweiht. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss kamen am 11. 

September 2004 Patriarch Petros und Bischof Nektarius beim Absturz eines Armee- Hubschraubers auf dem Berg Athos ums Leben. Im Februar 2008 erteilte seine Heiligkeit Patriarch Theodorus II der Eröffnung des Priesterseminars im Alasora-Tal seinen Segen. Das neue Seminar wurde von den orthodoxen Gläubigen in Australien finanziert und ist neben den Priesterseminaren in Alexandria, Nairobi, and Kinshasa das vierte auf dem afrikanischen Kontinent. Das Priesterseminar bietet ein zweijähriges Studium für Priesteramtskandiaten und Religionslehrer an. Momentan sind 15 Priester und 3 Diakone in der orthodoxen Diözese von Madagaskar tätig. In den letzten Jahren wurden 40 neue orthodoxe Kirchen fertig gestellt und 3 weitere befinden sich momentan im Bau. Inzwischen wurden die liturgischen Bücher in Nationalsprache Malagasy übersetzt und die Göttliche Liturgie wird in den meisten Kirchen und Kapelle in der Lokalsprache gehalten. Die orthodoxe Mission wird momentan hauptsächlich von der Orthodoxen Kirche in Griechenland unterstützt. Den Missionaren stehen Freiwillige (Voluntiers) aus Griechenland, Australien und Amerika zur Seite.

Finanziell wird das Missionswerk durch Zuwendungen der Griechischen Kirche und durch größere und kleiner Einzelspenden orthodoxer Diözesen, Kirchengemeinden, Klöster, Bruderschaften und kirchlichen Vereinen und Privatpersonen aus Griechenland, Australien und den USA getragen. Neben finanzieller Hilfe sucht die orthodoxe Mission auf Madagaskar orthodoxe Ärzte, Krankenpflegepersonal, Ingenieure, handwerkliche und sonstige Fachkräfte, die bereit sind, über einen längeren Zeitraum auf Madagaskar zu arbeiten.

Der Nachfolger des verstorbenen Bischofs Nektarius, Vladika Ignatius, drückte es mit den folgenden Worten aus: „Wir appellieren an Eure christliche brüderliche Nächstenliebe. Jede Art von Hilfe, sei es in Form von finanzieller Unterstützung oder als persönliche Arbeitsleistung ist uns herzlich willkommen. Es gibt viel zu Tun, denn die Not bei uns ist groß!“

Ansprechpartner:

Seine Eminenz Bischof Ignatios
Antananarivo 101
456 Madagascar
· Tel1: +261 (0) 202224000
· Tel2: +261 (0) 320266890
· Fax: +261 (0) 202263205

Bankdaten der Heiligen Mission in Griechenland:

Bank: Emporiki Trapeza

Kontonummer: 32 953 999

Kontoinhaber: Ignatios Sennis

Bankdaten der Heiligen Mission in Madagaskar

Bank: BMOI Banque, Malgache De L´Ocean Indien – Antananarivo

Swift Code: BMOI MG MG

Kontonummer: 00004 00004 031364 011 81

Kontoinhaber: Ignatios Sennis

Bankanschrift: BMOI Village, de Jeux, Ankorondrano, 101 Antananarivo, Madagaskar 


Du kannst sehen:
 

Die Zukunft der Orthodoxie in Afrika
Orthodox Madagascar 
 
Mehr Kriege, mehr Hunger? 
Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung
Entwicklungshilfe ist ein Auslaufmodell  
Moderne Sklaverei
Moderne Sklaverei existiert! Afrikas schlimmste Despoten 
Wasserprobleme und Klimawandel in Afrika
  
WAS IST ORTHODOXIE?
Patriarchat von Alexandria und ganz Afrika
Orthodoxe Kirche der Elfenbeinküste: "Wage es zu lernen zu lieben statt zu hassen!"
Orthodoxe Websites


 

Δευτέρα 15 Ιανουαρίου 2018

Die Zukunft der Orthodoxie in Afrika

 
Im Gesprdch mit Papst und Patriarch Petros VII (1998).

 
Könnten Sie als Bischof der Orthodoxen Kirche in Afrika die Gegenwart der Orthodoxie in diesem gewaltigen und bevölkerungsreichen Kontinent heute charakterisieren - angesichts der Tatsache, daί die griechische Presenz immer mehr zurόckgeht ?

Durch Gottes Gnade wurde mir die Ehre zuteil, Vorsteher des alten Patriarchates von Alexandreia und ganz Afrika zu werden, dieses vom Apostel und Evangelisten Markus, dem Zeugen sowohl des Lebens wie der glorreichen Auferstehung unseres Heilandes Jesus Christus, gegrόndeten Patriarchates. Seit das Patriarchat im Jahre 40 n.Chr. gegrόndet worden ist, hat sich das orthodoxe Christentum auf dem ganzen Schwarzen Kontinent ausgebreitet: von Egypten bis nach Sόdafrika, von Ethiopien nach Westafrika.
Ich habe das Griechisch-Orthodoxe Patriarchat von Alexandreia oftmals als das Patriarchat der armen Nationen dieser Erde bezeichnet. Es dient den Nationen des Schwarzen Kontinents mit enormer Liebe und Ernsthaftigkeit ohne irgendeinen Gedanken an eigennόtzige Motive oder gar an materielle Ausbeutung. Es verkόndet das Wort Gottes unseren Mitmenschen - ohne Ansehen der Hautfarben, der Sprache oder Rasse.
Was die Gegenwart der Orthodoxie in Afrika heute angeht, so möchte ich sie als lebendig bezeichnen, allerdings auch als sehr unterstόtzung- und hilfsbedόrftig. Wir brauchen fehige Mitarbeiter, die einen auίergewöhnlichen Glauben an Gott und Liebe fόr ihre Mitmenschen aufweisen. Wir mόssen uns immer wieder klar machen, daί die Orthodoxie als eine Kirche niemals statisch sein kann; sie wandelt sich mit den Zeiten. Wir können nicht in den sόίen Treumen von einer glorreichen Vergangenheit leben, sondern wir mόssen uns unserer Verpflichtungen gegenόber unseren Mitmenschen bewuίt werden und so weiterschreiten in die Zukunft.

Tunesien, foto von hier

Die griechische Presenz mag in den Lendern Afrikas aufgrund von politischen Verenderungen, steigenden Kriminalitetsraten und Rόckbόrgerung usw. schwinden, aber das bedeutet nicht, daί die Orthodoxie damit auch schwinden wόrde. Die Nationen Afrikas begrόίen die Botschaft unserer Kirche mit groίer Freude und wissen die Ernsthaftigkeit unserer Intentionen wohl zu schetzen.
Das grundsetzliche Problem, dem sich die Orthodoxe Kirche gegenόber sieht, ist heute, einen geeigneten Klerus zu finden: Menschen mit glόhendem Eifer, die gewillt sich, alles fόr die Mission zu opfern.
Was die schwindenden griechischen Gemeinden angeht, so respektieren wir zwar ihre Entscheidung, Afrika zu verlassen, aber wir bedauern doch, daί sie diesen Kontinent verlassen, der ihnen so viel gegeben hat. Deshalb ermutige ich persönlich die Griechen, in Afrika zu bleiben, wann immer dies möglich ist.
Aber: Die Orthodoxie ist keine Sache nur fόr Griechen. Alle Völker haben das Recht auf die Orthodoxie und die Weisheit, die Wahrheit und Fόlle des christlichen Glaubens, wenn sie ihn wehlen. Ich will dabei keinerlei Druck ausόben oder versuchen, jemanden einer Gehirnwesche zu unterziehen, aber wir sollten doch die Worte unseres Herrn anwenden, der sagte: "Wer mir nachfolgen will ... ". Und auf diesem Konzept basierend schreitet unsere Kirche voran - langsam, aber stetig.

Orthodoxe Christen in Sierra Leone, foto von hier

Man hat geschrieben, daί nach der Passivitet Ihrer Vorgenger die Orthodoxie im 21. Jahrhundert aufblόhen wόrde. Bedeutet das auch, daί sich einheimische Afrikaner der Orthodoxie zuwenden, und wenn ja, warum ?

Es steht mir nicht zu, die Effektivitet oder Nichteffektivitet meiner Vorgenger zu beurteilen: Dieses Urteil soll Gott im Jόngsten Gericht sprechen, wenn die Werke aller Menschen beurteilt werden. Ich will selbst niemanden richten, sondern mich darauf beschrenken zu fragen, was ich der Kirche Christi bringen kann. Ich schaue dabei kritisch auf unsere Zukunft als Kirche in Afrika und versuche unter Einbeziehung jeder individuellen Situation die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Zu diesem Zeitpunkt kann und will ich aber nicht sagen, ob ich meine Aufgabe gut erfόlle, denn es ist nicht meine Sache, meine eigenen Anstrengungen zu beurteilen. Gott wird mein Richter sein.
Als Patriarch bin ich veranwortlich fόr die Aufsicht όber die Orthodoxe Kirche in Afrika, und solange es der Wille unseres vielerbarmenden Herrn ist, will ich als Sein demόtiger Diener im Weinberg arbeiten zum Wohle unserer Mitmenschen als Diener der heiligen Mysterien Christi. Bei Zeiten wird dann die Geschichte die Frόchte unserer Arbeit beurteilen. Laίt uns also geduldig sein.
Im Hinblick auf den zweiten Teil Ihrer Frage, glaube ich, daί alle Menschen Hoffnungen, Treume und Ideologien haben. Das ist auch nicht falsch oder negativ - es ist schlicht menschlich. Wir alle haben Treume und glauben an bestimmte Vorstellungen, die wir erfόllt sehen möchten. Jeder hat solche Ambitionen: Es were unnatόrlich, wenn wir sie nicht hetten. 

Kenya, von hier
 
Es ist offensichtlich falsch, wenn man sich zur Orthodoxie flόchtet, weil sie einen sicheren Hafen böte. Orthodoxie schlieίt Kampf und nicht Bequemlichkeit ein. Ein orthodoxer Christ ist ein richtiger "Soldat Christi", ein Kempfer, der immer fόr seine Sache eintritt. Er kempft sein ganzes Leben einen teglichen und nie unterbrochenen Kampf. Denn in der Orthodoxie haben wir nicht die Erfahrung religiöser "Augenblicke", sondern unser ganzes Leben ist geheiligt; wir sind wahrhaft gesegnet durch unsere Teilhabe am sakramentalen Leben der Kirche, durch das wir die Göttlichen Gnade des Heiligen Geistes empfangen.
Foto von hier
Orthodoxie bedeutet nicht, eine gute Zeit, einen leichten Zugang haben, sondern sie umfaίt vielmehr einen geistlichen Kampf gegen άbertretung, Leidenschaft und sόndige Begierden. Der orthodoxe Christ muί immer mit seinem alten Selbst kempfen und dabei durch Gottes Gnade nach dem neuen, in Christus wiedergeborenen Selbst suchen.
Solche, die geistlich faul oder indifferent sind, haben keinen Platz in einer solchen Umgebung; nicht weil sie inadequat weren oder weil die Kirche ihnen uninteressiert gegenόber stόnde, sondern weil sie sich durch ihr eigenes Verhalten von der Kirche trennen. Sie wollen ja garnicht dazu gehören. Wenn Gott auch will, daί alle Menschen gerettet werden, so respektiert Er doch die Freiheit des Wollens, wenn jemand nicht gerettet werden möchte. Das ist der Grund, warum der religiös Uninteressierte, der Verfόhrte oder der, der materielle Vorteile sucht, die Orthodoxie verschmeht. Sie haben niemals wirklich in der Spiritualitet eines orthodoxen christlichen Lebens gelebt, und so verlassen sie es, verraten es, wenden ihren Rόcken, ohne es je wirklich verstanden zu haben.
Daraus folgt: Die Orthodoxie ist fόr jeden Menschen erreicht; es liegt an uns, zu entscheiden, wie die Orthodoxie in unserem eigenen Leben lebendig wird.

Kenya, von hier

Wie nahmen die eingeborenen Afrikaner die Orthodoxie auf ?

Afrikaner nehmen die Orthodoxie mit der schlichten Ernsthaftigkeit ihrer edlen Seelen auf. Sie sind so einfache Menschen, und doch so reich in den echten Gefόhlen von Liebe und Gόte. So nehmen sie auch den Glauben der Apostel ohne Zögern an, wenn sie vom orthodoxen Klerus angesprochen werden, sofern sie selbst bereit sind fόr die Orthodoxie. Die Orthodoxie ist die reine Religion, die sie nicht einfach nur erreicht, sondern ganz umfaίt - nicht aus Eigeninteresse, sondern einfach, weil sie die Wahrheit Gottes bietet.

Wie hilft das Missionswerk den Afrikanern in ihrem teglichen Leben ?

Das Ziel der orthodoxen Mission des Patriarchates von Alexandreia ist nicht nur, das Wort Gottes unter unseren afrikanischen Bόdern zu verbreiten, sondern auch, ihnen zu helfen bei der Anhebung ihrer Lebensstandards auf ein modernes Niveau: Schulen und Hospiteler werden eingerichtet; die eingeborenen Afrikaner erhalten Unterricht, wie man systematisch Viehzucht und Ackerbau entwickeln kann, so daί sie im Laufe der Zeit ökonomisch selbstendig werden. Das Patriarchat hat auch schon fόr verschiedene Studenten Studienpletze eingerichtet, nicht allein, um Theologie zu studieren, sondern auch andere Fachrichtungen und Wissenschaften wie Medizin, Jura und Literatur.
Wir dόrfen auch nicht vergessen, daί dieser Einsatz von Freiwilligen aus Griechenland, Finnland und anderen Lendern geleistet wird - im Namen der Orthodoxen Kirche. An dieser Stelle möchte ich einen Aufruf an die Mitglieder des Klerus richten sowie an die Mönche, die Erzte, Krankenschwestern und alle, die die Fehigkeiten und den Wunsch haben, mit ihrem Einsatz beizutragen zu dem heiligen Unternehmen, das Christentum zu unseren armen afrikanischen Schwestern und Brόdern zu bringen: Kommt zu uns und wirkt mit bei dieser schweren, aber bemerkenswerten und heiligen Aufgabe !

Rwanda, von hier

Die Nationen des Schwarzen Kontinents werden in den Medien oft so dargestellt, als seien sie unfehig, den Bedόrfnissen ihrer Menschen zu entsprechen. Wόrden Sie der Auffassung zustimmen, daί die Orthodoxe Kirche eine Einrichtung ist, die die Kraft hat, das menschliche Leiden in Afrika zu mildern - und wenn ja, auf welche Weise ?

Es ist wahr, daί die Mehrheit der afrikanischen Staaten sich ernsten ökonomischen Problemen gegenόber sieht. Viele unserer lieben Brόder und Schwestern stehen vor dem Hunger und sogar dem Verhungern. Nur allzu oft, sind sogar Grundnahrungsmittel nicht verfόgbar, und die politische Situation verscherft heufig dieses Problem noch. Die Orthodoxe Kirche kann dieses Problem nicht grundsetzlich lösen, aber sie kann es angehen: Statt diese Dinge zu ignorieren, mόssen wir die eingeborenen Afrikaner erziehen, damit sie ihren eigenen Staat, ihren eigenen Boden, ihr eigenes Land zu nutzen verstehen, damit sie όberhaupt einen gewissen Grad von Unabhengigkeit erreichen und auf eigenen Fόίen stehen. Ruhig, ohne groίes Aufheben, ohne Fanfarenklang tuen wir vom Griechisch-Orthodoxen Patriarchat, was immer wir können, um unseren bedrengten Mitmenschen zur Seite zu stehen. Das heiίt nicht, daί wir erwarten, die Kirche könne alle unsere Probleme lösen; die Kirche wird jedoch in ihren Anstrengungen fortfahren, weil sie immer auf der Seite all derer steht, die in Not sind.
Eine andere grundlegende Rolle der Kirche besteht darin, Politiker heranzubilden im Geiste christlichen Denkens. Die Mechtigen, die die Kontrolle όber die Welt ausόben wollen, mόssen aufwachen und das Menschliche in jedem einzelnen Bόrger wahrnehmen. Es ist ihre Aufgabe, so zu handeln, wie Gott dies will, denn auch sie sind Glieder seiner Kirche. Statt Massenvernichtungswaffen zu bauen, sollten sie ihre Macht anwenden, um das Problem des Hungers in der Welt zu lösen. Und statt Millionen und Abermillionen fόr Raumfahrtprogramme zu verschleudern, die dem gemeinen Mann keinen Nutzen bringen, sollten sie ihre Kenntnisse auf solche Felder wie die medizinische Forschung lenken, auf Felder, die die Möglichkeit bieten, das menschliche Leiden zu mildern. Gleichermaίen mόssen die groίen Korporationen ihre immensen materiellen Interessen aufgeben und die Hand zu Freundschaft und Unterstόtzung ausstrecken.
 

Interview veröffentlicht in der Zeitschrift "Nemesis";
όbersetzt nach dem vom Patriarchat publizierten englischen Text durch Kerstin Keller.


Παρασκευή 12 Ιανουαρίου 2018

Orthodoxe Kirche der Elfenbeinküste: "Wage es zu lernen zu lieben statt zu hassen!"


Das Leben ist kurz und es kann jeden Moment anhalten, warte nicht, bis es zu spät ist zu sagen, dass ich dich liebe, die, die wir lieben, in unsere Arme zu nehmen, ihre Hand zu halten und sie in der Augen. Trauen Sie sich wieder mit unseren Lieben zu verbinden, deren Jahre und Missverständnisse uns davon abgehalten haben. 
Lasst uns unseren Stolz beiseite legen und über unseren Ärger hinausgehen, um die Fehler der Vergangenheit zu vergeben. Warte nicht darauf, dass andere den ersten Schritt machen, weil er / sie auf dasselbe wartet. Lassen Sie uns ihm das Beispiel zeigen. Wage es zu lernen zu lieben statt zu hassen. So beuge ich mich in diesem Abschluss des Jahres 2017 jedem vor, um eine aufrichtige Vergebung zu erbitten. Vergebung für verletzende Sprache, Entschuldigung für ein Verhalten, das gestört werden könnte. Entschuldigung für alle meine Fehler. 
Möge Gott uns gnädig sein und uns seine Gnade geben und Weihnachten und das neue Jahr 2018 für alle zu einer Zeit der Begegnung von Frieden, Freude, Versöhnung und vor allem Glück werden lassen. 

Ihr bescheidener Diener Erzpriester Jeremiah, Generalvikar des Erzbischofs in Côte D'Ivoire.

Siehe auch