We are Orthodox Christian Greeks. Because we are Orthodox Christians, we love our country, our people and all the peoples of the earth; this of course includes our African brothers and sisters.
Εμφάνιση αναρτήσεων με ετικέτα Orthodoxe Kirche. Εμφάνιση όλων των αναρτήσεων
Εμφάνιση αναρτήσεων με ετικέτα Orthodoxe Kirche. Εμφάνιση όλων των αναρτήσεων
Τρίτη 1 Οκτωβρίου 2019
Παρασκευή 6 Σεπτεμβρίου 2019
Unser Vater unter den Heiligen Moses der Äthiopier
Moses war
Äthiopier und Sklave eines hohen Staatsbeamten in Ägypten. Er viel vor
allem durch seinen sehr schwierigen Charakter und
Gewalttätigkeit auf. Nach mehreren Vorfällen, inklusive Raub und
Mord, vertrieb ihn sein Herr aus dem Hause. Jetzt lebte Moses von
Diebstahl und wurde wegen seiner außergewöhnlichen körperlichen
Stärke bald darauf der Hauptmann einer Räuberbande. Moses war
ebenfalls sehr sportlich: Man erzählt, dass er einmal den Nil sogar bei
Hochwasser durchschwommen habe, um einem Hirten die
Schaffelle zu stehlen. Er liebte Unzucht, maßloses Essen und Trinken
und terrorisierte mit seinen Leuten die ganze Gegend.bis zu seiner
Bekehrung. Wie es dazu kam ist nicht genau bekannt, sei es
dass, er sich in einem Kloster vor den Ordnungshütern verstecken
musste, dass er die Mönche ausrauben wollte oder dass er sich in einer
tiefen Lebenskrise befand. In jedem Fall traf ihn der Ruf
Gottes in mitten einer Lebenskrise. Anfangs waren die Mönche von
seiner Aufrichtigkeit nicht sonderlich überzeugt, schickten ihn aber
auch nicht fort. Nach einer Zeit der Einführung ins
Christentum (Katechumenat) taufte ihn Makarius der Große.
Später wurde er
Schüler von Abbas Isidor (AP 495). Dieser führte ihn in die Disziplin
der Mönche ein und lehrte ihn, seine körperlichen
Bedürfnisse durch Enthaltsamkeit und nächtliches Gebet zu meistern.
Mit diesen Anleitungen widerstand Moses immer wieder den zahlreichen,
heftigen Versuchungen, alles aufzugeben und in sein altes
Leben zurückzukehren.
Das Paterikon
(= Apophthegmata Patrum oder Weisung der Väter) beschreibt dies so: Als
Moses einmal aus dem Kloster floh und zu Abbas Isidor
lief, weil er wieder einmal zur Unkeuschheit versucht wurde, zeigte
dieser seinem Schüler viele Dämonen in der westlichen Wüste und die
größere Zahl der Engel im Osten, das heißt über dem Nil,
ein Symbol des Lebens, ihm dies so erklärend: „Siehe diese sind den
Heiligen vom Herrn zur Hilfe gesandt. Die im Westen, das sind die, die
gegen sie Krieg führen. Mehr aber sind die auf unserer
Seite.“ (vergl. 2.Kö 6,16 / AP 495). Die westliche Wüste ist im
alten Ägypten die Himmelsrichtung der Friedhöfe, des Todes und des
Chaos. Eine andere Begebenheit: Es wird erzählt, um zu stehlen
stiegen eines Nachts vier Räuber in seine Zelle ein, was Moses sich
absolut nicht gefallen ließ. So entfesselte sich eine wilde Schlägerei,
an deren Ende Moses die Einbrecher band, in die Kirche
zu den Mönchen brachte, fragend, was er denn mit jenen machen solle.
Denn er war sehr über sich und seinen Gewaltausbruch erschrocken. Die
Mönche erklärten, die Gefangenen müssen frei gelassen
werden. Als die Räuber aber ihren ehemaligen Hauptmann sahen,
entschlossen sie sich, im Kloster zu bleiben. Später überzeugte Moses
den größten Teil seiner ehemaligen Bandenmitglieder, die
Räuberei zu lassen und Christus nachzufolgen.
Nachts pflegte
Moses den Brüdern, besonders den Älteren, Wasser aus einem Brunnen zu
den Zellen zu bringen (AP 244). Dabei schlug ihn eines
Nachts der Widersacher mit einem Schlag auf den Rücken,
möglicherweise war es eine Entzündung. Dabei stürzte Moses in den
Brunnen und wurde erst am Morgen gefunden. Nach einem Jahr der Zeit im
Bett, entschied er sich nun definitiv als Mönch im Kloster zu
bleiben. Die Schrift aber sagt: „Und als alle Versuchung vollendet war,
wich der Teufel eine Zeitlang von Ihm.“ (
Lk.4,13) Die Kraft Gottes ließ ihn aber immer wieder die
Versuchungen besiegen, die Moses dennoch fast sein ganzes Leben lang
begleiteten. Er wohnte wahrscheinlich im Kloster al-Baramus im Wadi
Natrun oder in dessen Nähe. Zeitweise zog er sich jedenfalls als
Einsiedler in die Wüste zurück (AP 475).
Im Laufe der Jahre stieg sein Ansehen nicht nur bei den Brüdern sondern auch in der Welt.
Eines Tages kam
der Gouverneur in die Wüste, um Vater Moses kennen zu lernen: Moses
hörte davon und floh. Auf der Straße fragte der
Statthalter einen Mönch nach dem Weg zu dessen Zelle. Dieser fragte
was der Beamte denn von Moses wolle und beschimpfte diesen einen Narren.
Im Kloster angekommen berichtete der Gouverneur davon
und die Brüder fragten wie der Mönch denn ausgesehen habe. „Ein
Greis, in altem Gewand, von hohem Wuchs und dunkelhäutig.“ Da sagten
sie: „ Das war der Abbas Moses, und weil er nicht mit euch
zusammentreffen wollte, hat er das zu euch gesagt.“ ( AP 502)
Als Moses zum
Diakon geweiht wurde und der Patriarch ihm das Orarion (Diakonsstola)
anlegte, sprach er zu Ihm: „Siehe nun bist du ganz weiß
geworden, Vater Moses!“ Er aber antwortete demütig: „ Ja das Äußere
schon, Papa! - aber das Innere!?“ Danach geschah es, dass Moses von den
Geistlichen aus rassistischen Motiven aus dem Altarraum
gewiesen wurde. (Das Paterikon behauptet es geschah nur, um ihn auf
die Probe zu stellen.) Dieser ließ es über sich ergehen. Angefragt von
einem Mitbruder antwortet er: „Ja, ich war Aufgeregt,
aber ich verstand mich nicht zum reden.“ (vergl. Ps. 76,5 LXX / AP
497) Ein anderes Mal sagte er zu sich selbst: „Sie haben dir recht
getan, du mit deinem aschenfarbigen Gesicht. Du Mohr! Nachdem
du kein Mensch bist, was gehst du unter Die Menschen!“ Diese
demütige Haltung ermutigte den Patriarchen, ihn im Alter von sechzig
Jahren auch zum Priester zu weihen. Eine in der damaligen Zeit
seltene Ehre unter den Mönchen.
Moses wurde schließlich Leiter einer Gruppe von etwa siebzig Mönchen nach der Größe seiner früheren Räuberbande.
Im Jahr 407
vielen die Maziken, ein Berberstamm aus der lybischen Wüste, in Ägypten
ein. Viele Mönche flohen und rieten auch Vater Moses zur
Flucht. Er aber blieb, dachte an das Wort des Herrn an Petrus und
sagte: „So viele Jahre warte ich auf diesen Tag, damit sich das Wort des
Herren Christus erfüllt, der sagt: Alle, die zum Schwert
greifen, kommen durch das Schwert um.“ (Mt. 26,25) Als nun seine
Brüder bei ihm bleiben wollten, forderte er seinerseits sie auf
fortzugehen. Am Ende blieb er mit sieben Freiwilligen, wurde
überfallen und getötet. Einer der Mönche jedoch bekam zu große
Angst, versteckte sich unter einem Seil und überlebte. Er sah sieben
Kronen herabkommen und die Märtyrer-Mönche krönen. (AP 504).
Der ehemalige Gewalttäter beendete sein Leben bewusst als Zeuge der
Gewaltlosigkeit.
Seine Reliquien ruhen heute in der Marienkirche des Kloster al-Baramus im Wadi Natron.
St. Moses, der
erste bekannte schwarzafrikanische Heilige, war ein Mensch der sich
seiner eigenen Sünden und Fehler (und seiner kriminellen
Vergangenheit) immer bewusst war und daher auch selber seinen
Nächsten nicht verurteilen mochte. (AP 494) Als Seelsorger engagierte er
sich nicht nur bei der Betreuung der Mönche, sondern
verkündete Straftätern das Evangelium, führte sie zum Reich Gottes
und versöhnte sie wieder mit der Gesellschaft, indem er ihnen eine neue
Glaubens- und Lebensperspektive im Kloster gab.
Dieser
besondere Weg zu Gott hat bis heute nichts von seiner Aktualität
eingebüßt, wie es uns zum Beispiel die Autobiographie von Dan Siluan
„Gott hinter Gittern“ zeigt. (Auch wenn Vater Siluan den Wüstenvater
in seinem Buch mit keinem Wort erwähnt.)
Die
Parallelität zwischen Abba Moses Biographie einerseits und der
Geschichte und den Schwierigkeiten der schwarzen Bevölkerung der USA
anderseits liegt offen auf der Hand. Daher ist St. Moses Patron und
Vorbild einer orthodoxen Bruderschaft in US-Bundesstaat Michigan und
eines römisch-katholischen Prämonstratenser-Priorates in
Raymond / Mississippi.
Bearbeitet von Markus Hilker unter Verwendung von www.oca.org & www.orthodoxwiki.org/Moses_the_Black &
www.touregypt.net/featurestories/baramus.htm & Apophthegmata Patrum. Weisung der Väter Trier 2005.
Heiliger Vater Moses
bitte Gott für uns!
Als Bürger der
Wüste und Engel im Leibe bist Du zum Wundertäter geworden, gottragender
Moses. Durch Fasten, Wachen und Beten empfingst Du
himmlische Gaben, die Kranken und die Seelen, die voll Glauben zu
dir kamen, hast du geheilt. Ehre sei dem, der dir Kraft gab. Ehre dem,
der dich krönte. Ehre dem, der durch dich allen Heilung
bewirkt.
Kontakion 4. Ton:
Da du den
schwarzen Dämonen ins Antlitz geschlagen, und in ihre Gesichter
gespuckt, erstrahltest du geistlich wie die helle Sonne durch das
Licht deines Lebens, indem du durch deine Lehre unsere Seelen
unterweisest.
Quelle: Minīa Měsjac´´ August´´ (= slav. Minäen für den Monat August), Kiev 1893, Reprint 1996, S.531, eigene Übersetzung &
Liturgikon-»Messbuch« der byzantinischen Kirche (Ed. Neophytos Edelby), Recklinghausen 1967, S.989
Du
kannst sehen:
Die Zukunft der Orthodoxie in Afrika
Afrikanische Heilige
Orthodox Ethiopia
St Moses the Black, a Patron Saint of Non-Violence
WAS IST ORTHODOXIE?
Patriarchat von Alexandria und ganz Afrika
Orthodoxe Kirche der Elfenbeinküste: "Wage es zu lernen zu lieben statt zu hassen!"
Orthodoxe Websites
Auf Deutsch
Orthodoxe Kirche, Orthodoxe Kirche in Afrika, Orthodoxes Erbe
Patriarchat von Alexandria und ganz Afrika
Orthodoxe Kirche der Elfenbeinküste: "Wage es zu lernen zu lieben statt zu hassen!"
Orthodoxe Websites
Auf Deutsch
Orthodoxe Kirche, Orthodoxe Kirche in Afrika, Orthodoxes Erbe
Moses the Ethiopian, the Black Saint & Teacher (& other Ethiopian saints in the Orthodox Church)
Mtakatifu Moses wa Ethiopia († 405) – 28 Agosti
St MOÏSE L'ÉTHIOPIEN (ou "Le Noir" ou "Le Fort") et... Shawn "Thunder" Wallace
Mtakatifu Moses wa Ethiopia († 405) – 28 Agosti
St MOÏSE L'ÉTHIOPIEN (ou "Le Noir" ou "Le Fort") et... Shawn "Thunder" Wallace
Ετικέτες
Afrikanische Heilige,
Auf Deutsch,
Die heiligen,
Ethiopia,
Orthodox Ethiopia,
Orthodoxe Kirche,
Orthodoxe Kirche in Afrika,
Orthodoxes Mönchtum
Die heiligen Märtyrerinnen Perpetua und Felicitas
Die heiligen Perpetua und Felicitas
gehören zu den ersten
Märtyrinnen, deren Schicksal uns durch zuverlässige Zeitdokumente
überliefert ist. Nach heute noch erhaltenen, frühchristlichen
Augenzeugenberichten wurden Perpetua und ihre Sklavin Felicitas im
Jahre 203 im nordafrikanischen Karthago verhaftet und zum Tode
verurteilt, weil sie sich auf die Taufe vorbereiteten und ihrem
christlichen Glauben nicht abschwören wollten.
Perpetua
stammte aus vornehmem Hause, war etwa 22 Jahre alt, klassisch gebildet,
verheiratet und hatte einen Sohn im Säuglingsalter. Sie
wurde, ebenso wie ihre Sklavin Felicitas, als Katechumena, das
heißt, als Taufbewerberin verhaftet und erst während der Zeit ihrer Haft
getauft. Mit Ihnen zusammen waren auch die schon getauften
Christen Revocatus, Saturninus und Secundulus gefangengesetzt
worden. Unter diesen hatte sich Saturnius, als Lehrer der Katechumenen,
freiwillig gestellt. Anlässlich der Zirkusspiele zur Feier
des 14. Geburtstages von Geta, des Sohnes des römischen Kaisers
Septimius Severus, sollten die verhafteten Christen zusammen im
Amphitheater von Kartago durch wilde Stiere getötet werden.
Secundulus blieb die Arena erspart, denn er starb schon während der
Haft. Da jedoch Perpetua die Angriffe durch die wilden Büffel überlebte,
wurde sie anschließend erdolcht.
Über ihr
Martyrium am 7. März 203 berichtet eine der frühesten christlichen
Schriften in lateinischer Sprache, die bald nach den Ereignissen
verfasst wurde, die Passio Sanctarum Perpetuae et Felicitatis
(„Leidensgeschichte der Heiligen Perpetua und Felicitas“). Diese
besteht zum großen Teil aus den Aufzeichnungen der
Märtyrerin Perpetua während der Zeit ihrer Haft. Ein unbekannter
Christ hat zu diesen Aufzeichnungen eine Einleitung verfasst und sie um
eine Beschreibung des eigentlichen Martyriums ergänzt.
Bei den Aufzeichnungen der Perpetua handelt es sich um das einzige erhaltene, freilich kurze, Tagebuch einer christlichen Frau und Martyrerin aus der Zeit der Spätantike. Als beispielhafte Heilige, die standhaft das Martyrium erlitten hatten, wurden Perpetua und Felicitas schon rasch im ganzen lateinischen Westen hoch verehrt. Deshalb wurde ihr Gedächnis auch dauerhaft in die altrömische Form der göttlichen Liturgie aufgenommen. Im orthodoxen Osten wird der beiden heiligen Märtyrerinnen am 01. Februar und am 24. März gedacht.
Bei den Aufzeichnungen der Perpetua handelt es sich um das einzige erhaltene, freilich kurze, Tagebuch einer christlichen Frau und Martyrerin aus der Zeit der Spätantike. Als beispielhafte Heilige, die standhaft das Martyrium erlitten hatten, wurden Perpetua und Felicitas schon rasch im ganzen lateinischen Westen hoch verehrt. Deshalb wurde ihr Gedächnis auch dauerhaft in die altrömische Form der göttlichen Liturgie aufgenommen. Im orthodoxen Osten wird der beiden heiligen Märtyrerinnen am 01. Februar und am 24. März gedacht.
Du
kannst sehen:
Δευτέρα 15 Ιανουαρίου 2018
Die Zukunft der Orthodoxie in Afrika
Könnten
Sie als Bischof der Orthodoxen Kirche in Afrika die Gegenwart der Orthodoxie in
diesem gewaltigen und bevölkerungsreichen Kontinent heute charakterisieren -
angesichts der Tatsache, daί die griechische Presenz immer
mehr zurόckgeht ?
Durch
Gottes Gnade wurde mir die Ehre zuteil, Vorsteher des alten Patriarchates von
Alexandreia und ganz Afrika zu werden, dieses vom Apostel und Evangelisten
Markus, dem Zeugen sowohl des Lebens wie der glorreichen Auferstehung unseres
Heilandes Jesus Christus, gegrόndeten Patriarchates. Seit das Patriarchat im
Jahre 40 n.Chr. gegrόndet worden ist, hat sich das orthodoxe Christentum auf dem ganzen Schwarzen
Kontinent ausgebreitet: von Egypten bis nach Sόdafrika, von Ethiopien nach
Westafrika.
Ich
habe das Griechisch-Orthodoxe Patriarchat von Alexandreia oftmals als das
Patriarchat der armen Nationen dieser Erde bezeichnet. Es dient den Nationen
des Schwarzen Kontinents mit enormer Liebe und Ernsthaftigkeit ohne irgendeinen
Gedanken an eigennόtzige Motive oder gar an materielle Ausbeutung. Es verkόndet das Wort Gottes unseren
Mitmenschen - ohne Ansehen der Hautfarben, der Sprache oder Rasse.
Was
die Gegenwart der Orthodoxie in Afrika heute angeht, so möchte ich sie als
lebendig bezeichnen, allerdings auch als sehr unterstόtzung- und hilfsbedόrftig. Wir brauchen fehige
Mitarbeiter, die einen auίergewöhnlichen Glauben an Gott und Liebe fόr ihre Mitmenschen aufweisen.
Wir mόssen uns immer wieder klar machen, daί die Orthodoxie als eine
Kirche niemals statisch sein kann; sie wandelt sich mit den Zeiten. Wir können
nicht in den sόίen Treumen von einer glorreichen Vergangenheit leben, sondern wir mόssen uns unserer
Verpflichtungen gegenόber unseren Mitmenschen bewuίt werden und so
weiterschreiten in die Zukunft.
Die griechische Presenz mag in den Lendern Afrikas aufgrund von politischen Verenderungen, steigenden Kriminalitetsraten und Rόckbόrgerung usw. schwinden, aber das bedeutet nicht, daί die Orthodoxie damit auch schwinden wόrde. Die Nationen Afrikas begrόίen die Botschaft unserer Kirche mit groίer Freude und wissen die Ernsthaftigkeit unserer Intentionen wohl zu schetzen.
Das
grundsetzliche Problem, dem sich die Orthodoxe Kirche gegenόber sieht, ist heute, einen
geeigneten Klerus zu finden: Menschen mit glόhendem Eifer, die gewillt
sich, alles fόr die Mission zu opfern.
Was
die schwindenden griechischen Gemeinden angeht, so respektieren wir zwar ihre
Entscheidung, Afrika zu verlassen, aber wir bedauern doch, daί sie diesen Kontinent
verlassen, der ihnen so viel gegeben hat. Deshalb ermutige ich persönlich die
Griechen, in Afrika zu bleiben, wann immer dies möglich ist.
Aber:
Die Orthodoxie ist keine Sache nur fόr Griechen. Alle Völker haben
das Recht auf die Orthodoxie und die Weisheit, die Wahrheit und Fόlle des christlichen Glaubens,
wenn sie ihn wehlen. Ich will dabei keinerlei Druck ausόben oder versuchen, jemanden
einer Gehirnwesche zu unterziehen, aber wir sollten doch die Worte unseres
Herrn anwenden, der sagte: "Wer mir nachfolgen will ... ". Und auf
diesem Konzept basierend schreitet unsere Kirche voran - langsam, aber stetig.
Orthodoxe Christen in Sierra Leone, foto von hier
Man
hat geschrieben, daί nach der Passivitet Ihrer
Vorgenger die Orthodoxie im 21. Jahrhundert aufblόhen wόrde. Bedeutet das auch, daί sich einheimische Afrikaner
der Orthodoxie zuwenden, und wenn ja, warum ?
Es
steht mir nicht zu, die Effektivitet oder Nichteffektivitet meiner Vorgenger zu
beurteilen: Dieses Urteil soll Gott im Jόngsten Gericht sprechen, wenn
die Werke aller Menschen beurteilt werden. Ich will selbst niemanden richten,
sondern mich darauf beschrenken zu fragen, was ich der Kirche Christi bringen
kann. Ich schaue dabei kritisch auf unsere Zukunft als Kirche in Afrika und
versuche unter Einbeziehung jeder individuellen Situation die notwendigen
Entscheidungen zu treffen. Zu diesem Zeitpunkt kann und will ich aber nicht
sagen, ob ich meine Aufgabe gut erfόlle, denn es ist nicht meine
Sache, meine eigenen Anstrengungen zu beurteilen. Gott wird mein Richter sein.
Als
Patriarch bin ich veranwortlich fόr die Aufsicht όber die Orthodoxe Kirche in
Afrika, und solange es der Wille unseres vielerbarmenden Herrn ist, will ich
als Sein demόtiger Diener im Weinberg arbeiten zum Wohle unserer Mitmenschen als Diener
der heiligen Mysterien Christi. Bei Zeiten wird dann die Geschichte die Frόchte unserer Arbeit
beurteilen. Laίt uns also geduldig sein.
Im
Hinblick auf den zweiten Teil Ihrer Frage, glaube ich, daί alle Menschen Hoffnungen, Treume
und Ideologien haben. Das ist auch nicht falsch oder negativ - es ist schlicht
menschlich. Wir alle haben Treume und glauben an bestimmte Vorstellungen, die
wir erfόllt sehen möchten. Jeder hat solche Ambitionen: Es were unnatόrlich, wenn wir sie nicht hetten.
Es
ist offensichtlich falsch, wenn man sich zur Orthodoxie flόchtet, weil sie einen sicheren
Hafen böte. Orthodoxie schlieίt Kampf und nicht Bequemlichkeit ein. Ein
orthodoxer Christ ist ein richtiger "Soldat Christi", ein Kempfer,
der immer fόr seine Sache eintritt. Er kempft sein ganzes Leben einen teglichen und nie
unterbrochenen Kampf. Denn in der Orthodoxie haben wir nicht die Erfahrung
religiöser "Augenblicke", sondern unser ganzes Leben ist geheiligt;
wir sind wahrhaft gesegnet durch unsere Teilhabe am sakramentalen Leben der
Kirche, durch das wir die Göttlichen Gnade des Heiligen Geistes empfangen.
| Foto von hier |
Solche,
die geistlich faul oder indifferent sind, haben keinen Platz in einer solchen
Umgebung; nicht weil sie inadequat weren oder weil die Kirche ihnen
uninteressiert gegenόber stόnde, sondern weil sie sich durch ihr eigenes Verhalten von der Kirche
trennen. Sie wollen ja garnicht dazu gehören. Wenn Gott auch will, daί alle Menschen gerettet
werden, so respektiert Er doch die Freiheit des Wollens, wenn jemand nicht
gerettet werden möchte. Das ist der Grund, warum der religiös Uninteressierte,
der Verfόhrte oder der, der materielle Vorteile sucht, die Orthodoxie verschmeht.
Sie haben niemals wirklich in der Spiritualitet eines orthodoxen christlichen
Lebens gelebt, und so verlassen sie es, verraten es, wenden ihren Rόcken, ohne es je wirklich
verstanden zu haben.
Daraus
folgt: Die Orthodoxie ist fόr jeden Menschen erreicht; es liegt an uns, zu
entscheiden, wie die Orthodoxie in unserem eigenen Leben lebendig wird.
Kenya, von hier
Wie
nahmen die eingeborenen Afrikaner die Orthodoxie auf ?
Afrikaner
nehmen die Orthodoxie mit der schlichten Ernsthaftigkeit ihrer edlen Seelen
auf. Sie sind so einfache Menschen, und doch so reich in den echten Gefόhlen von Liebe und Gόte. So nehmen sie auch den
Glauben der Apostel ohne Zögern an, wenn sie vom orthodoxen Klerus angesprochen
werden, sofern sie selbst bereit sind fόr die Orthodoxie. Die Orthodoxie
ist die reine Religion, die sie nicht einfach nur erreicht, sondern ganz umfaίt - nicht aus Eigeninteresse,
sondern einfach, weil sie die Wahrheit Gottes bietet.
Wie
hilft das Missionswerk den Afrikanern in ihrem teglichen Leben ?
Das Ziel der orthodoxen Mission des Patriarchates von Alexandreia ist nicht nur, das Wort Gottes unter unseren afrikanischen Bόdern zu verbreiten, sondern auch, ihnen zu helfen bei der Anhebung ihrer Lebensstandards auf ein modernes Niveau: Schulen und Hospiteler werden eingerichtet; die eingeborenen Afrikaner erhalten Unterricht, wie man systematisch Viehzucht und Ackerbau entwickeln kann, so daί sie im Laufe der Zeit ökonomisch selbstendig werden. Das Patriarchat hat auch schon fόr verschiedene Studenten Studienpletze eingerichtet, nicht allein, um Theologie zu studieren, sondern auch andere Fachrichtungen und Wissenschaften wie Medizin, Jura und Literatur.
Wir
dόrfen auch nicht vergessen, daί dieser Einsatz von
Freiwilligen aus Griechenland, Finnland und anderen Lendern geleistet wird - im
Namen der Orthodoxen Kirche. An dieser Stelle möchte ich einen Aufruf an die
Mitglieder des Klerus richten sowie an die Mönche, die Erzte, Krankenschwestern
und alle, die die Fehigkeiten und den Wunsch haben, mit ihrem Einsatz
beizutragen zu dem heiligen Unternehmen, das Christentum zu unseren armen
afrikanischen Schwestern und Brόdern zu bringen: Kommt zu uns und wirkt mit bei
dieser schweren, aber bemerkenswerten und heiligen Aufgabe !
Die
Nationen des Schwarzen Kontinents werden in den Medien oft so dargestellt, als
seien sie unfehig, den Bedόrfnissen ihrer Menschen zu
entsprechen. Wόrden Sie der Auffassung zustimmen, daί die Orthodoxe Kirche eine
Einrichtung ist, die die Kraft hat, das menschliche Leiden in Afrika zu mildern
- und wenn ja, auf welche Weise ?
Es
ist wahr, daί die Mehrheit der afrikanischen Staaten sich ernsten ökonomischen Problemen
gegenόber sieht. Viele unserer lieben Brόder und Schwestern stehen vor
dem Hunger und sogar dem Verhungern. Nur allzu oft, sind sogar Grundnahrungsmittel
nicht verfόgbar, und die politische Situation verscherft heufig dieses Problem noch.
Die Orthodoxe Kirche kann dieses Problem nicht grundsetzlich lösen, aber sie
kann es angehen: Statt diese Dinge zu ignorieren, mόssen wir die eingeborenen
Afrikaner erziehen, damit sie ihren eigenen Staat, ihren eigenen Boden, ihr
eigenes Land zu nutzen verstehen, damit sie όberhaupt einen gewissen Grad
von Unabhengigkeit erreichen und auf eigenen Fόίen stehen. Ruhig, ohne groίes Aufheben, ohne
Fanfarenklang tuen wir vom Griechisch-Orthodoxen Patriarchat, was immer wir können,
um unseren bedrengten Mitmenschen zur Seite zu stehen. Das heiίt nicht, daί wir erwarten, die Kirche könne
alle unsere Probleme lösen; die Kirche wird jedoch in ihren Anstrengungen
fortfahren, weil sie immer auf der Seite all derer steht, die in Not sind.
Eine
andere grundlegende Rolle der Kirche besteht darin, Politiker heranzubilden im
Geiste christlichen Denkens. Die Mechtigen, die die Kontrolle όber die Welt ausόben wollen, mόssen aufwachen und das
Menschliche in jedem einzelnen Bόrger wahrnehmen. Es ist ihre
Aufgabe, so zu handeln, wie Gott dies will, denn auch sie sind Glieder seiner
Kirche. Statt Massenvernichtungswaffen zu bauen, sollten sie ihre Macht
anwenden, um das Problem des Hungers in der Welt zu lösen. Und statt Millionen
und Abermillionen fόr Raumfahrtprogramme zu verschleudern, die dem gemeinen Mann keinen Nutzen
bringen, sollten sie ihre Kenntnisse auf solche Felder wie die medizinische
Forschung lenken, auf Felder, die die Möglichkeit bieten, das menschliche
Leiden zu mildern. Gleichermaίen mόssen die groίen Korporationen ihre immensen
materiellen Interessen aufgeben und die Hand zu Freundschaft und Unterstόtzung ausstrecken.
Interview
veröffentlicht in der Zeitschrift "Nemesis";
όbersetzt nach dem vom Patriarchat publizierten englischen Text durch Kerstin Keller.
όbersetzt nach dem vom Patriarchat publizierten englischen Text durch Kerstin Keller.
Siehe auch
Patriarch Peter VII of Alexandria († September 11, 2004). Memory eternal!
WAS IST ORTHODOXIE?
Patriarchat von Alexandria und ganz Afrika
Orthodoxe Kirche der Elfenbeinküste: "Wage es zu lernen zu lieben statt zu hassen!"
Orthodoxe Websites
Auf Deutsch
Orthodoxe Kirche, Orthodoxe Kirche in Afrika, Orthodoxes Erbe
- Orthodox Algeria
- Orthodox Angola
- Orthodox Benin
- Orthodox Botswana
- Orthodox Burkina Faso
- Orthodox Burundi
- Orthodox Cabo Verde
- Orthodox Cameroon
- Orthodox Central African Republic
- Orthodox Congo
- Orthodox Democratic Republic of Congo
- Orthodox Egypt
- Orthodox Equatorial Guinea
- Orthodox Ethiopia
- Orthodox Gabon
- Orthodox Gambia
- Orthodox Ghana
- Orthodox Guinea
- Orthodox Guinea-Bissau
- Orthodox Ivory Coast
- Orthodox Kenya
- Orthodox Liberia
- Orthodox Libya
- Orthodox Madagascar
- Orthodox Malawi
- Orthodox Mascarene Islands
- Orthodox Mauritania
- Orthodox Mauritius
- Orthodox Morocco
- Orthodox Mozambique
- Orthodox Namibia
- Orthodox Niger
- Orthodox Nigeria
- Orthodox Nitria
- Orthodox Republic of Congo
- Orthodox Réunion
- Orthodox Rwanda
- Orthodox Senegal
- Orthodox Seychelles
- Orthodox Sierra Leone
- Orthodox Somalia
- Orthodox South Africa
- Orthodox South Sudan
- Orthodox Swaziland
- Orthodox Tanzania
- Orthodox Togo
- Orthodox Tunisia
- Orthodox Uganda
- Orthodox Zambia
- Orthodox Zimbabwe
Παρασκευή 12 Ιανουαρίου 2018
Orthodoxe Kirche der Elfenbeinküste: "Wage es zu lernen zu lieben statt zu hassen!"
Das Leben ist kurz und es kann jeden Moment anhalten, warte nicht, bis es zu spät ist zu sagen, dass ich dich liebe, die, die wir lieben, in unsere Arme zu nehmen, ihre Hand zu halten und sie in der Augen. Trauen Sie sich wieder mit unseren Lieben zu verbinden, deren Jahre und Missverständnisse uns davon abgehalten haben.
Lasst uns unseren Stolz beiseite legen und über unseren Ärger hinausgehen, um die Fehler der Vergangenheit zu vergeben. Warte nicht darauf, dass andere den ersten Schritt machen, weil er / sie auf dasselbe wartet. Lassen Sie uns ihm das Beispiel zeigen. Wage es zu lernen zu lieben statt zu hassen. So beuge ich mich in diesem Abschluss des Jahres 2017 jedem vor, um eine aufrichtige Vergebung zu erbitten. Vergebung für verletzende Sprache, Entschuldigung für ein Verhalten, das gestört werden könnte. Entschuldigung für alle meine Fehler.
Möge Gott uns gnädig sein und uns seine Gnade geben und Weihnachten und das neue Jahr 2018 für alle zu einer Zeit der Begegnung von Frieden, Freude, Versöhnung und vor allem Glück werden lassen.
Ihr bescheidener Diener Erzpriester Jeremiah, Generalvikar des Erzbischofs in Côte D'Ivoire.
Siehe auch
Ετικέτες
African Clerics,
Auf Deutsch,
Ivory Coast,
Orthodox Ivory Coast,
Orthodoxe Kirche,
Orthodoxe Kirche in Afrika,
Orthodoxes Erbe
Εγγραφή σε:
Αναρτήσεις (Atom)










