Δευτέρα 9 Σεπτεμβρίου 2019

Aids in Afrika


Womafrika / Frausein in Afrika  

Zanele, eine junge, gut aussehende und intelligente Frau, hat Aids. Infiziert wurde sie schon im Alter von neun Jahren. Angesteckt hat sie sich bei ihrem Stiefbruder, der sie vergewaltigt und unterdrückt hat. Sechs Jahre hat sie den Virus in sich getragen ohne zu wissen, dass sie ihn hat. Da sie bis zu ihrem Aufenthalt in einer Pflegefamilie nicht beim Arzt war, fand sie erst im Alter von 16 Jahren über ihr Schicksal heraus. Nachdem die Diagnose gestellt wurde weinte Zaneles Pflegeperson bitterlich. Zanele dachte sich nichts dabei, sie fragte den Doktor nur: „Na und?“ Zanele verhielt sich so, da sie wie die meisten afrikanischen Frauen nicht über die Krankheit Aids und deren Folgen bescheid wusste. Aber im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Frauen hatte Zanele das Glück gute Medikation und somit die Chance auf ein fast normales Leben zu bekommen.
Die Anzahl von Infizierten ist erschreckend hoch. Nach den letzten Schätzungen im Jahr 2006 gibt es weltweit rund 39.5 Millionen infizierte Erwachsene und Kinder. Über die Hälfte (24.7 Millionen) davon leben in Afrika.


Verbreitung von Aids

Aber warum ist genau diese Krankheit dort so verbreitet? Dafür gibt es viele Gründe.
Ein Grund ist, dass viele Afrikanerinnen auf das Geld, das sie als Prostituierte verdienen angewiesen sind. In diesem Beruf sind sie Männern ausgeliefert sind die zum Teil ungeschützten Sex wollen, oder Sexpraktiken nachgehen die Frauen verletzen können. Auch die hohe Anzahl der häufig wechselnden Sexpartner unterstützen die hohe Rate an HIV positiven Prostituierten.
Ein weiterer Grund ist die hohe Armutsrate. Da die meisten Familien sich schon mit der Ernährung der ganzen Familie schwer tun, können sie sich häufig auch keine Krankenversicherung, Medikation oder Verhütungsmittel leisten. Auch die Bildung der Kinder wird durch die hohe Armutsrate kontrolliert und beeinflusst. Denn da schon die jüngsten Familienmitglieder arbeiten gehen müssen, können sie nicht zur Schule gehen. Aber nur in der Schule können sie von HIV/AIDS, die Übertragungswege und die Möglichkeiten sich zu schützen erfahren.
Die Ansteckungsgefahr innerhalb der Familie ist eine der größten Gefahren. Afrikanische Familien sind im Durchschnitt größer als zum Beispiel deutsche. Das liegt daran, dass in Afrika viele Kinder nicht nur für Glück sondern auch für die Versorgung der Familie im Alter stehen.
Das Risiko einer Infektion beginnt schon bei der Geburt. Obwohl es nicht zu einer Übertragung kommen muss ist das Risiko einer Infektion des Säuglings sehr groß. Und auch wenn das Neugeborene gesund zur Welt kommen sollte, besteht ein weiteres Risiko einer Infektion während der Stillzeit, da auch durch die Muttermilch Erreger übertragen werden können.
Gefährlich ist auch, dass die Krankheit oft verschwiegen wird, da eine Erkrankung Schande für die ganze Familie bedeutet.


Krankheitsverlauf

Wenn die Krankheit auftritt kann das Fortschreiten des Virus nicht mehr gestoppt werden. Ungefähr zwei Wochen nach der Infektion treten grippeähnliche Symptome auf. Die betroffene Person leidet meistens unter Fieber, Müdigkeit, generellem Unwohlsein, Appetitverlust, Kopf- und Muskelschmerzen, Nachtschweiß, Hautausschlag, Übelkeit, Durchfall, Entzündungen im Mund, einem steifem Nacken, geschwollenen Lymphknoten und Lichtempfindlichkeit.
Danach beginnt die latente Phase. Diese Phase dauert neun bis elf Jahre, allerdings gibt es auch Ausnahmen, bei denen die Krankheit schon früher oder erst sehr spät zum Ausbruch kommt. Während dieser Phase hat der Betroffene keine physischen Probleme, allerdings kann das Bewusstsein der Krankheit zu psychischen Leiden führen. Während dieser scheinbar unbeschwerten Zeit verbreitet sich der Virus im ganzen Körper.
Wenn zusätzlich bestimmte Infektionen und bösartige Tumore auftreten, wird die Diagnose AIDS gestellt. Die Infektionen wären für ein gesundes Immunsystem nicht gefährlich, aber in Kombination mit einem geschwächten Immunsystem, kann das den letztendlichen Ausbruch der Krankheit verursachen.

 

Verbreitung des Virus im Körper

Der Virus besteht aus einer äußeren Zellwand, die den Virus mit der Wirtszelle verbindet, und einer inneren Kapsel, die die RNA, den Bauplan des Virus enthält. Hinzu kommen Enzyme, die die Vermehrung der Wirtszelle koordinieren. Zellen mit denen sich der Virus verknüpft müssen das Protein CD4 aufweisen. Am interessantesten für den HI-Virus sind die T-Helferzellen, die sehr wichtig für das menschliche Immunsystem sind. Auf der Oberfläche jeder dieser Zellen ist das CD4-Protein zu finden. Durch die Infektion mit dem HI-Virus werden die T-Helferzellen zerstört und das Immunsystem geschwächt. Wenn der Virus sich mit der Wirtszelle verbindet, nimmt sie den Virus in sich auf und die äußere Hülle wird aufgebrochen. So übernimmt die Wirtszelle die genetische Information des Virus. Das ist die Vorraussetzung damit der genetische Code immer und immer wieder kopiert werden kann. Gleichzeitig werden Proteine für das neue Virus gebildet. Um das zu tun, bildet der HI-Virus die genetische Information so, dass sie zu der Wirtszelle passt. Das Enzym Ligase hilft bei der Bildung neuer genetischer Information. Zum Schluss verlässt die neu gebildete Viruszelle die Wirtszelle und besitzt die Fähigkeit neue Zellen zu infizieren.
Folglich ist das Immunsystem ohne die richtigen Medikation hilflos dem HI-Virus ausgesetzt.


Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft

Die Tatsache, dass jeder zehnte Mensch in Afrika von der Krankheit Aids betroffen ist hat auch ernstzunehmende Auswirkung auf die Wirtschaft und Gesellschaft.
Schon im Jahr 1999 auf der Welt AIDS Konferenz in Sambia bezeichneten mehrere Länder AIDS als eine Entwicklungsbremse. Auf der zusätzlichen Generalversammlung 2001 wurde sich dann auf neue Maßnahmen geeinigt. Allerdings hat es lange gedauert bis auch die Regierung die Brisanz dieses Themas erkannt hat und anfing die gesetzliche Lage zu verändern. Auch heute bleibt Aids Element bei der Bekämpfung von Armut.
Afrika war und ist einer der ärmsten Teile der Welt. Laut der Weltbank- Klassifizierung werden 38 von 49 Staaten als arm bezeichnet. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut. Das heißt, dass die betroffenen Menschen mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen müssen.
Afrika ist mit 2% am Welthandel beteiligt. Die Wirtschaft wird durch die niedrige industrielle und landwirtschaftliche Effizienz, das niedrige Bildungsniveau und den hohen Anteil an Subventionswirtschaft beeinflusst. Auch die Abhängigkeit von wenigen landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Resourcen kontrolliert die wirtschaftliche Entwicklung. Sowohl die Produktion nur für lokale Märkte als auch die geringe Integration in die globale Wirtschaft führt zur großen Armut. Diese Armut verstärkt das AIDS Problem, während auf der anderen Seite, AIDS intensiviert die Armut.
Zum Beispiel wird der Faktor Arbeitskraft durch Aids beeinflusst. Das kommt daher, dass die meisten infizierten Menschen, abgesehen von Säuglingen, in einem wirtschaftlich produktiven Alter sind. Daraus resultiert auch ein signifikanter Wandel in der afrikanischen Gesellschaft.
Obwohl die Todesrate, durch die Verbesserung von Wohnverhältnisse seit den 60er Jahren gesunken ist steigt die Zahl mit Aids infizierter Personen in letzter Zeit erneut an.
Mit dem weiteren Ansteigen der Todesrate sind verschiedene Einflüsse auf den Dienstleistungssektor garantiert. Zum Beispiel kommt es zu einer Erhöhung der Krankmeldungen, zu höheren Kosten für Krankheits- und Todeserstattungen und höhere Löhne da es immer weniger gute Arbeiter gibt. Zusätzlich sinkt die Effizienz eines Unternehmens und deren Arbeit.
Viele von diesen sterbenden Menschen waren zuvor beim Militär, der Verwaltung oder gelernte Professionelle, wie Lehrer, die genauso wie viele andere die wichtig für die Entwicklung eines Landes sind.
Auch ein Einfluss auf die Haushalte ist garantiert. Aufgrund der Infektion und dem oft folgendem Tod eines Familienmitglieds, werden Kinder oft zu Straßenkindern. Zusätzlich hat die Familie große Kosten nicht nur für Essen und Wohnung sondern im Krankheitsfall auch für Medikation und eine eventuelle Beerdigung zu tragen. Dazu kommt dann noch der Ausfall eines arbeitenden Familienmitglieds.


Bekämpfung


Die Bekämpfung von AIDS in Afrika hängt von verschiedenen Entwicklungen ab:
Zum einen hängt es von den vielen Wohltätigkeitsorganisationen ab, die für die überwindung von AIDS kämpfen. Durch Spenden können sie die Betroffenen mit der notwendigen Medizin versorgen, so dass diese Familien die Möglichkeit bekommen ein besseres Leben zu führen. Der Vorteil ist, dass durch diese Institutionen nicht nur einzelne Familien erreicht werden, sondern dass durch den Bau öffentlicher Einrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäuser oder Schulen ein größerer Teil der Bevölkerung erreicht werden kann.
Auf der anderen Seite fragen wir uns oft, was wir für Afrika, die Armut und AIDS persönlich tun können. Der Punkt ist, dass wir uns, obwohl wir tausende Kilometer von Afrika entfernt sind, bewusst machen, dass es diese Krankheit AIDS gibt, und dass das ein Thema ist über das wir uns alle Gedanken machen sollten.
Der Fall von Zanele, der jungen Frau, die einen Freund hat, die gerne Musik hört und tanzt, die lacht und Spaß hat und heute den Traum von eigenen Kindern hat, zeigt, dass dieses Ziel erreicht werden kann.


Charlotte Mann

Sources:

http://www.geolinde.musin.de/afrika/html/aids/aids06.htm http://www.internationalepolitik.de/ip/archiv/jahrgang2001/november01/armut-und-aids--auswirkungen-auf-wirtschaft-und-gesellschaft-im-sudlichen-afrika.html
Bild: http://www.welthungerhilfe.de/fileadmin/media/bilder/Infografik/frauen_afrika_gross.jpg http://www.aidshilfefuerafrika.org/projekt.html

 
Du kannst sehen:
 
The History of AIDS in Africa
Ending AIDS as a public health threat by 2030: Scientific Developments from the 2016 INTEREST Conference in Yaoundé, Cameroon

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